NRW-Innenminister Herbert Reul zu Gast in Everswinkel
Gemeinsam für Demokratie und Rechtsstaat einstehen: Dafür warb NRW-Innenminister Herbert Reul in der
Everswinkeler Festhalle. Auf Einladung der Volkshochschule Warendorf, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Gemeinde Everswinkel sprach Reul vor über 400 Gästen und konnte sich immer wieder über den Applaus der Zuhörer freuen. Denn für sein kurzweiliges gut anderthalbstündiges Referat zu den Themen Cybercrime, Extremismus und Terrorismus hatte Reul sein Redemanuskript an die Seite gelegt und referierte stattdessen frei und mit zahlreichen Anekdoten gespickt zu den Herausforderungen, die die Verlagerung der Kriminalität ins Internet mit sich bringt.
"Das Netz ist eine Radikalisierungsmaschine", ist Reul überzeugt und warb dafür, der Polizei die notwendigen Befugnisse und Ausstattungen an die Hand zu geben, um den Kampf gegen Bösewichte auch im virtuellen Raum bestehen zu können. Dass dabei auch der Datenschutz gewahrt bleiben muss, ist für den NRW-Innenminister selbstverständlich: "Wir brauchen kluge Lösungen." Das gelte auch in vielen anderen Politikbereichen. "Frieden, Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen etwas dafür tun", warb Reul bei seinen Zuhörern dafür, mitzuhelfen, das Vertrauen in den Staat wieder aufzubauen. Das gehe am besten mit konkreten Taten und kleinen Schritten in die richtige Richtung, weniger mit großen Ankündigungen und markigen Reden, riet der Innenminister den zahlreichen anwesenden Politikern. "Wenn die Menschen sehen, dass etwas passiert, dann entsteht Vertrauen." VHS-Leiterin Dr. Mareike Beer, Bürgermeister Sebastian Seidel und KAS-Regionalleiter Dr. Andreas Schulze sprachen zum Ende ihren Dank aus und überreichten Innenminister Herbert Reul ein kleines Präsent.